27. Juni 2026 — 20. Au­gust 2026, 9:00 — 16:00,

Der San­ti­ni-Skan­dal — PREVIEW

Son­der­aus­stel­lung im Stift Zwettl

Der San­ti­ni-Skan­dal

Als ein Klos­ter bei­na­he dem Ba­rock zum Op­fer fiel.

27. Juni – 20. Au­gust 2026
20. Sep­tem­ber – 31. Ok­to­ber 2026

Wor­um geht es?

Ein ge­heim­nis­vol­ler Ar­chi­tek­tur­plan. Ein an­ony­mer Be­schwer­de­brief. Ein rät­sel­haf­tes Missverständnis.

Vor rund 300 Jah­ren sorg­te ein spek­ta­ku­lä­rer Klos­ter­plan im Stift Zwettl für gro­ße Auf­re­gung. Soll­te die mit­tel­al­ter­li­che Klos­ter­an­la­ge tat­säch­lich ei­nem mo­nu­men­ta­len Ba­rock­bau weichen?

Die Aus­stel­lung „Der San­ti­ni-Skan­dal“ er­zählt von ei­nem au­ßer­ge­wöhn­li­chen Vor­fall in der Ge­schich­te des Stif­tes Zwettl – und von den en­gen kul­tu­rel­len Ver­bin­dun­gen zwi­schen den Zis­ter­zi­en­ser­klös­tern in Ös­ter­reich und Böhmen.

Ein Plan, der für Auf­ruhr sorgte

Ein Auf­schrei ging durch die Mönchs­ge­mein­schaft: Der Grund da­für war das Auf­tau­chen ei­nes höchst spek­ta­ku­lä­ren Grund­ris­ses für ein neu­es Klos­ter – mit mo­nu­men­ta­ler Stifts­kir­che, mon­dä­nem Kreuz­gang und so­gar ei­nem ei­ge­nen Schlöss­chen für den Herrn Abt.

Doch die­ser Ent­wurf hät­te an­stel­le des ehr­wür­di­gen mit­tel­al­ter­li­chen Ge­bäu­des tre­ten sol­len, das seit Jahr­hun­der­ten der Stolz der Zwett­ler Mön­che war. Die Em­pö­rung war groß. Am Ende des Auf­ruhrs stand ein an­ony­mer Brief, in dem ein­dring­lich da­vor ge­warnt wur­de, den groß­ar­ti­gen – viel­leicht so­gar grö­ßen­wahn­sin­ni­gen – Ent­wurf in die Tat umzusetzen.

Da­bei han­del­te es sich wohl um ein Miss­ver­ständ­nis: Der nach Zwettl ge­lang­te Ide­al­ent­wurf war gar nicht für Zwettl ge­dacht, son­dern für das böh­mi­sche Klos­ter Plasy.

Spu­ren­su­che im Stift Zwettl

Noch heu­te wirft der Fall vie­le Fra­gen auf

War die Auf­re­gung um den Plan für Pla­sy nur ein Missverständnis?
War­um ge­lang­te der Ent­wurf über­haupt nach Zwettl?
Wer schrieb den an­ony­men Beschwerdebrief?
Wel­che Rol­le spiel­te Gio­van­ni Bia­gio Santini?
Wel­che In­ter­es­sen ver­folg­ten die Beteiligten?
Wer zog die Fä­den in die­ser Auseinandersetzung?

Die Ak­teu­re des Santini-Skandals

Vier his­to­ri­sche Per­sön­lich­kei­ten, ein ge­heim­nis­vol­ler Plan und vie­le of­fe­ne Fragen.

Giovanni Biagio Santini
Gio­van­ni Bia­gio Santini
Ar­chi­tekt

Der böh­mi­sche Ba­rock­ar­chi­tekt mit ita­lie­ni­schen Wur­zeln ent­wi­ckel­te eine ein­zig­ar­ti­ge Ver­bin­dung von Go­tik und Barock.

Abt Melchior von Zaunagg
Abt Mel­chi­or von Zaunagg
Abt des Stif­tes Zwettl

Der Zwett­ler Abt war für sei­ne Bau­lei­den­schaft be­kannt und stand im Zen­trum der Ge­rüch­te um den an­geb­li­chen Neubau.

Mönch N. N.
Mönch N. N.
An­ony­mer Verfasser

Ein an­ony­mer Mönch ver­fass­te den Be­schwer­de­brief ge­gen das ver­meint­li­che Bauprojekt.

Jakob Anton Pink
Ja­kob An­ton Pink
Ma­ler

Mög­li­cher­wei­se brach­te der Künst­ler den spek­ta­ku­lä­ren Klos­ter­plan nach Stift Zwettl.

Son­der­füh­run­gen

Mit Dr. An­dre­as Gamerith

  • Sonn­tag, 05. Juli 2026, 14:30 Uhr
  • Sonn­tag, 12. Juli 2026, 14:30 Uhr

Preis: € 12,50 pro Person

Der Preis be­inhal­tet die Au­dio­füh­rung durch Klos­ter und Kreuz­gang des Stiftes.

Hin­weis: Ma­xi­mal 20 Per­so­nen pro Füh­rung. Eine An­mel­dung wird empfohlen.

An­mel­dung

Für die Son­der­füh­run­gen bit­ten wir um An­mel­dung per E‑Mail oder telefonisch.

E‑Mail


info [at] stift-zwettl.at

Te­le­fon

+43 (0)2822 20202 17

In­di­vi­du­ell entdecken

Be­such der Ausstellung

Die Son­der­aus­stel­lung kann wäh­rend der Öff­nungs­zei­ten des Klos­ter­la­dens auch selbst­stän­dig im Rah­men der Au­dio­füh­rung „Kreuz­gang und Dor­mi­t­ori­um“ be­sich­tigt werden.

Preis

€ 12,50 pro Per­son

Cis­ter­s­capes – Klos­ter­land­schaf­ten ver­bin­den Europa

Der San­ti­ni-Skan­dal zeigt ein­drucks­voll, wie eng die eu­ro­päi­schen Zis­ter­zi­en­ser­klös­ter be­reits vor Jahr­hun­der­ten mit­ein­an­der ver­bun­den wa­ren. Ideen, Plä­ne und Wis­sen wur­den über gro­ße Ent­fer­nun­gen hin­weg aus­ge­tauscht – auch auf dem Ge­biet der Kunst.

Die Aus­stel­lung ist Teil des eu­ro­päi­schen Pro­jekts Cis­ter­s­capes, das die ein­zig­ar­ti­gen Zis­ter­zi­en­ser­land­schaf­ten Eu­ro­pas sicht­bar und er­leb­bar macht.

Auf San­ti­nis Spuren

Wall­fahrts­kir­che Zel­ená hora

Rea­li­sier­te Wer­ke San­ti­nis las­sen sich in der tsche­chi­schen Re­gi­on Vy­soči­na ent­de­cken – dar­un­ter die Wall­fahrts­kir­che auf dem Grü­nen Berg, eine UNESCO-Welterbestätte.

www.zelena-hora.cz

San­ti­ni in Vysočina

Die San­ti­ni-Rou­te führt durch die Land­schaft der Vy­soči­na und macht die Welt der Ba­rock­go­tik mit ih­ren sym­bol­träch­ti­gen For­men erlebbar.

www.santinivysocina.cz

Das Pro­jekt „Der San­ti­ni-Skan­dal“ wird im Rah­men des Klein­pro­jek­te­fonds AT-CZ gefördert.

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