Stiftskapellmeister Marco Paolacci

Marco Paolacci wurde 1985 in Bozen (Südtirol) geboren. 
Er studierte in Bozen, Innsbruck, Wien (Peter Planyavsky, Pier Damiano Peretti) und Toulouse (Michel Bouvard, Jan Willem Jansen) Orgel, Klarinette und Kirchenmusik (Schwerpunkt Chorleitung und gregorianischer Choral).

Nach mehreren Erfahrungen im Berufsfeld Kirchenmusik wurde er im September 2014 zum Stiftskapellmeister und Stiftsorganist des Zisterzienserstiftes Zwettl ernannt, an dem er unter anderem für die wertvolle historische Orgel von Johann Ignaz Egedacher (1731) und die Organisation der musikalischen Konzertsaison verantwortlich ist.

Eine besondere Tätigkeit stellte für ihn die langjährige Arbeit mit dem Louis Braille Chor Wien dar, einem Chor mit blinden und sehenden Sänger_innen, den er über 5 Jahre leiten durfte.

Als Konzertorganist bereiste Marco Paolacci mehrere Länder Europas (u.a. Italien, Österreich, Deutschland, Frankreich, Spanien, Tschechische Republik, Slowakei) und trat an bedeutenden historischen Orgeln als Solist auf. Unter diesen Instrumenten sind besonders die Orgeln der Kathedrale von Cuenca – Spanien (Juliàn de la Orden, 1770), die Wöckherl Orgel (1642) der Franziskanerkirche Wien wie auch die Orgel von Notre Dame du Taur (Puget, 1880) in Toulouse zu erwähnen.

Im Herbst 2016 trat Marco Paolacci einen Lehrauftrag am Konservatorium für Kirchenmusik der Diözese St. Pölten an – hier unterrichtet er unter anderem Orgel, Klavier sowie Ensemble- und Ensembleleitung. Seit 2018 leitet er zusätzlich eine Chorleiterausbildung der Chorszene Niederösterreich.

Neben seiner Tätigkeit als Organist und Kirchenmusiker ist er Mitglied der Wiener Choralschola, einem Ensemble für gregorianischen Choral und frühe Mehrstimmigkeit und tritt als Referent für Orgel, Kirchenmusik, Chorleitung und Gregorianik in Erscheinung.

Ab 2018 ist Marco Paolacci künstlerischer Leiter des Festivals „Internationalen Konzerttage“ Stift Zwettl welches er ab 2020 als neu konzipierte Reihe “Zusammenspiel – Konzertfestival im Stift Zwettl” leitet.

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