Stifts­ka­pell­meis­ter Mar­co Paolacci 

Mar­co Paolacci
Marco Paolacci zeichnet sich durch eine vielfältige musikalische Tätigkeit als Organist, Kirchenmusiker, Festivalleiter und Lehrender aus. 
Der gebürtige, zweisprachig aufgewachsene Südtiroler ist Stiftskapellmeister und Stiftsorganist im Zisterzienserstift Zwettl (NÖ). 

Hier lei­tet er die Chö­re und En­sem­bles der Stifts­mu­sik, or­ga­ni­siert und lei­tet die Kon­zert­rei­he des Stif­tes und be­treut so­wie be­spielt die wert­vol­le ba­ro­cke Or­gel von Jo­hann Ignaz Ege­da­cher aus dem Jahr 1731. Sei­ne ers­te Solo-CD an die­sem be­rühm­ten In­stru­ment er­scheint 2022 un­ter dem Ti­tel un ita­lia­no a zwettl bei am­bi­en­te audio.

Mar­co Pao­lac­ci weist eine in­ter­na­tio­na­le Kon­zert­tä­tig­keit als Or­ga­nist in ver­schie­de­nen Län­dern Eu­ro­pas auf (Frank­reich, Spa­ni­en, Deutsch­land, Ita­li­en, Slo­wa­kei, Tsche­chi­sche Re­pu­blik, Ser­bi­en, Ita­li­en). Sein be­son­de­res kon­zer­tan­tes In­ter­es­se gilt den his­to­ri­schen Or­geln un­ter de­nen be­son­ders die Or­geln der Ka­the­dra­le von Cuen­ca – Spa­ni­en (Ju­liàn de la Or­den, 1770), die Wöck­herl Or­gel (1642) der Fran­zis­ka­ner­kir­che Wien wie auch die Or­gel von Not­re Dame du Taur (Pu­get, 1880) in Tou­lou­se zu er­wäh­nen sind. Er ist auch als Re­fe­rent in Fra­gen der Kir­chen­mu­sik, Chor­lei­tung, gre­go­ria­ni­schem Cho­ral so­wie Or­gel in­ter­na­tio­nal aktiv.

Im Herbst 2016 trat Mar­co Pao­lac­ci ei­nen Lehr­auf­trag am Kon­ser­va­to­ri­um für Kir­chen­mu­sik der Diö­ze­se St. Pöl­ten an und un­ter­rich­tet an die­ser Ein­rich­tung Men­schen je­den Al­ters in Or­gel, Kla­vier, En­sem­ble und En­sem­ble­lei­tung so­wie So­lo­kor­re­pe­ti­ti­on. Eben­so lei­te­te er ei­nen Lehr­gang für Chor­lei­tung der Chor­sze­ne Nie­der­ös­ter­reich. Sein gro­ßes In­ter­es­se am Gre­go­ria­ni­schen Cho­ral ver­tieft er im En­sem­ble Wie­ner Cho­ral­scho­la, ei­nem En­sem­ble für Gre­go­ria­nik und frü­he Mehrstimmigkeit.

Seit 2018 war Mar­co Pao­lac­ci künst­le­ri­scher Lei­ter des Fes­ti­vals In­ter­na­tio­na­le Kon­zert­ta­ge Stift Zwettl. 2020 ent­wi­ckel­te er die­ses Fes­ti­val wei­ter und stell­te es mit neu­em Kon­zept, Gra­fik und Mar­ke­ting schließ­lich als Kon­zert­fes­ti­val ZU­SAM­MEN­SPIEL vor. (www.zusammenspiel.at) In sei­ner Tä­tig­keit als Fes­ti­val­lei­ter pflegt er Kon­tak­te zu Künstler*innen wie Anna Pro­has­ka, Lee San­ta­na, Hil­le Perl, Brett Leighton, Ro­bin Pe­ter Mül­ler und dem la fo­lia Ba­rock­or­ches­ter, dem en­sem­ble Pris­ma, der Vi­en­na Brass Con­nec­tion und vie­len an­de­ren. Nam­haf­te Or­ga­nis­ten wie Hans-Ola Erics­son, Pier Da­mia­no Pe­ret­ti, Je­re­my Jo­seph und Wolf­gang Ko­gert zäh­len zu sei­nen mu­si­ka­li­schen Part­nern als Festivalleiter.

Mar­co Pao­lac­ci stu­dier­te in Bo­zen, Inns­bruck, Wien und Tou­lou­se (F) Or­gel, Kla­ri­net­te, Di­ri­gie­ren und Kir­chen­mu­sik, un­ter an­de­rem bei nam­haf­ten Or­ga­nis­ten wie Pe­ter Plan­yavs­ky, Pier Da­mia­no Pe­ret­ti, Mi­chel Bou­vard und Jan Wil­lem Jan­sen. Er spe­zia­li­sier­te sich in Chor­lei­tung bei Er­win Ort­ner und In­grun Fu­ßen­eg­ger so­wie in gre­go­ria­ni­schem Cho­ral bei Cor­ne­li­us Pou­de­roi­jen. Sei­ne Mas­ter­ar­bei­ten über die 40 Va­ria­tio­nen über das Va­ter un­ser von Jo­hann Ul­rich Steig­le­der und die Auf­füh­rung der Hi­obs­ge­sän­ge (2001) von Wolf­gang Sau­seng wur­den von Ra­dio Ste­phans­dom bzw.der Uni­ver­si­tät für Mu­sik und dar­stel­len­de Kunst Wien auf­ge­zeich­net und ge­sen­det, bzw. als CD pro­du­ziert. Mar­co Pao­lac­ci ist Preis­trä­ger des 1. in­ter­na­tio­na­len Or­gel­wett­be­werbs Da­ni­el Hertz 2008 in Bri­xen (I). Er er­hielt eben­falls das Leis­tungs­sti­pen­di­um der Uni­ver­si­tät für Mu­sik und dar­stel­len­de Kunst Wien.

Zu­rück zur Übersicht