Stiftsbetriebe

Regel des Heiligen Benedikt

Nach der Regel des Heiligen Benedikts, nach der auch die Mönche des Zisterzienserstiftes Zwettl leben, „soll das Kloster, wenn möglich, so angelegt werden, dass sich alles Notwendige Wasser, Mühle und Garten innerhalb des Klosters befinden und die verschiedenen Arten des Handwerks dort ausgeübt werden können“

Dieser Auftrag zur reinen Selbstversorgung hat sich im Laufe der Jahrhunderte durch die wirtschaftlichen und technischen Entwicklungen natürlich verändert. In heutige Verhältnisse könnte man das so übersetzten, dass  ein Kloster mit seinen Wirtschaftsbetrieben das Leben der Gemeinschaft, die Aufgaben der Seelsorge und die Verantwortung für die Erhaltung der wertvollen historischen Bausubstanzen finanzieren kann.  Neben einer stabilen Gemeinschaft ist eine solide Wirtschaft unabdingbar wie eine solide aufgestellte Wirtschaft.

Das wichtigste Standbein für das Stift Zwettl ist sein Waldbesitz. Auf 2.600 ha wird nachhaltige Forstwirtschaft betrieben,  die auf Substanzerhaltung und Naturnähe ausgerichtet.

Der Fischzucht kommt in Klöstern eine ganz besondere Bedeutung zu. Fastenzeiten und insbesondere der Verzicht auf Fleisch sind ein fundamentales Element des klösterlichen Lebens,  Fischspeisen kommt dabei eine ganz besondere Rolle zu. Die in den 90 ha großen Stiftsteichen wird neben Forellen der Stiftskarpfen produziert – eine Spezialität, für die insbesondere in der Weihnachtszeit eine enorme Nachfrage besteht.

Die Landwirtschaft mit ihren insgesamt 200  ha und die Gobelsburger Weingärten – 40 ha in den besten Lagen des Kamptals – wurden aus wirtschaftlichen Überlegungen mittlerweile verpachtet.

Eine besondere wirtschaftliche Bedeutung kommt mittlerweile auch der Vermietung von Wohnungen zu. Wohnen im klosternahen Bereich mit einer spürbaren spirituellen Aura erfreut sich großer Beliebtheit zu. In jüngerer Vergangenheit wurden 30 ehemalige Mitarbeiterwohungen  saniert, die in kürzester Zeit ihre Mieter fanden.

Im Stift Zwettl finden saisonal unterschiedlich zwischen 70  und 90 Menschen Arbeit –  für diese Region im Waldviertel ein nicht unbedeutender sozioökonomischer Faktor

Die  Verwaltung der Wirtschaftsbetriebe wie auch die der wirtschaftlichen Agenden des Hoheitsbetriebes werden von der Wirtschaftsdirektion im Stift wahrgenommen.