CV Stiftskapellmeister Marco Paolacci

 

Stiftskapellmeister Marco Paolacci (Foto: Schewig)

Marco Paolacci wurde 1985 in Bozen (Südtirol) geboren. Er studierte in Bozen, Innsbruck, Wien (mdw) und Toulouse Orgel, Klarinette und Kirchenmusik (Schwerpunkt Chorleitung und gregorianischer Choral). Zu seinen Orgel-Professoren zählten unter anderem Pier Damiano Peretti, Peter Planyavsky, Michel Bouvard und Jan Willem Jansen. Zahlreiche Meisterkurse führten ihn zu den bedeutendsten Organist_innen unserer Zeit.

Marco Paolacci schloss seine Studien mit Auszeichnung ab und wurde mit dem Leistungsstipendium der Musikuniversität Wien ausgezeichnet. Im Jahr 2008 zählte er beim Internationalen Orgelwettbewerb Daniel Hertz in Brixen (Italien) zu den Preisträgern.

Nach mehreren Erfahrungen im Berufsfeld Kirchenmusik wurde er im September 2014 zum Stiftskapellmeister und Stiftsorganist des Zisterzienserstiftes Zwettl ernannt, an dem er unter anderem für die wertvolle historische Orgel von Johann Ignaz Egedacher (1731) und die Organisation der musikalischen Konzertsaison verantwortlich ist.

Seit 2018 ist Marco Paolacci künstlerischer Leiter der „Internationalen Konzerttage“ Stift Zwettl.

Eine besondere Tätigkeit stellte für ihn die langjährige Arbeit mit dem Louis Braille Chor Wien dar, einem Chor mit blinden und sehenden Sänger_innen, den er über 5 Jahre leiten durfte.

Als Konzertorganist bereiste Marco Paolacci mehrere Länder Europas (u.a. Italien, Österreich, Frankreich, Spanien, Tschechische Republik, Slowakei) und trat an bedeutenden historischen Orgeln als Solist auf. Unter diesen Instrumenten sind besonders die Orgeln der Kathedrale von Cuenca – Spanien (Juliàn de la Orden, 1770), die Wöckherl Orgel (1642) der Franziskanerkirche Wien wie auch die Orgel von Notre Dame du Taur (Puget, 1880) in Toulouse zu erwähnen.

Im Herbst 2016 trat Marco Paolacci einen Lehrauftrag am Konservatorium für Kirchenmusik  der Diözese St. Pölten an – hier unterrichtet er Orgel, Klavier, Ensemble- und Ensembleleitung sowie zahlreiche musiktheoretische Fächer.

Neben seiner Tätigkeit als Organist und Kirchenmusiker ist er Mitglied der Wiener Choralschola, einem Ensemble für gregorianischen Choral und frühe Mehrstimmigkeit und tritt auch als Referent für kirchenmusikalische Fragen und Gregorianik in Erscheinung.

Seine Aufführung von Wolfgang Sausengs Hiobsgesängen für Chor und 14 Instrumente erschien im Mai 2016 auf CD in der Publikationsreihe des Instituts für Kirchenmusik an der Musikuniversität Wien. Sein Projekt Meantone Experiment, in dem er frühbarocke Musik mit Auftragskompositionen junger Komponisten auf Wiens ältester Orgel (Wöckherl, 1642) verband, wurde von Radio Stephansdom (Radio Klassik) aufgezeichnet und gesendet.

 

Zurück zur Stiftsmusik